Kalifornien Teil 1/2

Ja, Ich lebe noch! Sogar ziemlich gut um genau zu sein. Nachdem ich in meinem letzten Bericht ja bekannt gegeben habe, das ich die Reise nicht mehr fortsetze ist einiges an Zeit vergangen, ich habe vieles Erlebt, aber meine Meinung hat sich trotzdem nicht geändert.

So ein Winter in Kalifornien ist echt nur was für die ganz harten. Aber trotz „winterlichen“ Temperaturen von 15-20°C sehe ich hier doch den ein oder anderen seine Daunenjacke inklusive Handschuhe ausführen. Ich für meinen Teil trage eine angenehme Bräune und meine Sonnenbrille 🙂

Seit ich Arcata verlassen habe und mich weiter auf den Weg Richtung Süden gemacht habe, nimmt die Anzahl von Radfahren stetig zu, meist sind dies „Roadbike“ Fahrer mit Carbon-Rahmen und Reifen die mich an Pizzaschneider erinnern. Kombiniert wird das ganze dann immer mit windschnittigen Shirts und Shorts, eine Frau nannte ihren Mann auch liebevoll Lycra-Men 🙂 Ich muss schon zugeben, das ich ein wenig neidisch bin, wenn die Bergab an mir vorbeirasen oder den Berg hoch zu fliegen scheinen. Aber zweimal habe ich mit Frank, Bergauf, so nen Carbonflitzer überholt. Made my Day 🙂 Aber ich mag die Radler, die sorgen nämlich dafür, das die Autofahrer gewohnt sind das Fahrräder auf der Straße sind. Das ist auch gut so, da ich teilweise Straßen hatte bei denen einen halben Meter rechts von mir der Pacific war… Einen halben Meter rechts und hundert Meter unter mir um genau zu sein. Nicht wirklich was für schwache Nerven.

Für den Abschnitt von Arcata bis San Francisco gibt es nichts wirklich spektakuläres zu berichten. Ich habe gelernt was es bedeutet wenn man Farmer in Mendocino County ist. Wettertechnisch gibt es da gewisse Pflanzen, die dort besonders gut wachsen, jedoch für den Verzehr nicht geeignet sind, weswegen sie verbrannt und inhaliert werden müssen. 🙂
Auf meiner Verlustliste steht nun auch mein rechter Handschuh, den ich extra für das gemäßigte Klima in Kalifornien mitgenommen hatte. Einglück, ich habe den Tausende Kilometer durch die Kälte gekarrt, um ihn dann zu verlieren, wenn ich ihn brauche.
Landschaftlich sind ohne Zweifel die Redwoods das Highlight dieses Abschnittes gewesen, eine Nacht habe ich sogar dort geschlafen. Da ich im Moment keine Bilder einfügen kann, müsst ihr euch noch etwas gedulden bis ihr auch in den Genus kommt.

San Francisco

In San Francisco hatte ich dann das Vergnügen bei Scott ein paar Tage verbringen zu dürfen, während ich auf mein Paket aus Deutschland mit meinen Ersatzbremsen gewartet habe. Scott und seine Frau Mariam haben mir die Möglichkeit gegeben, zwei Basketball spiele mit anzusehen und haben mir auch ein paar Kontakte weiter südlich vermitteln können. Ein guter Freund von Scott, Ralph hat sich dann der vielfältigen Probleme von Frank angenommen, so das mein Fahrrad so gut wie neu dastand. Was es nicht daran gehindert hat eine Kilometer später wieder Ärger zu machen, aber dazu später mehr.

Abgesehen von der Bike Tour konnte ich mein Fahrrad den Tag über bei Scott lassen und so die ganzen Touri Attraktionen in SF genießen, der Besuch von Fishermans Wharf, die Straßenbahnfahrt und der Besuch von Chinatown sind nur ein paar der tollen Erlebnisse während meiner Tour.
Nach meinem Abschied von Scott und Mariam, habe ich dann aber SF nochmal mit dem Fahrrad besucht. Das war ein komplett anderes Erlebnis, abgesehen von der Fahrt über die Golden Gate Bridge und durch die Innenstadt von SF bekommt man einfach ein anderes Gefühl für diese Metropole, wenn man mal sein Fahrrad einen der Hügel hochgequält hat 🙂
Die Quälerei hat mir Frank dann mit dem Ausfall meiner drei Klettergänge 7-9 quittiert. Also nur noch 18 statt 27 Gängen aber Einglück kaum noch Berge.

Mein Aufenthalt in SF war damit jedoch noch nicht vorbei ich hatte da noch eine Verabredung zum Superbowl, jedoch wohnt Tzu-Hsin auf der anderen Seite der Bucht, in der nähe der Berkley Universität und man darf nicht über die Brücke fahren, weil dort zuviel Verkehr ist. Zum Glück habe ich herausgefunden, das es ein Fahrrad Shuttle Service gibt. 14 Fahrräder auf einem Anhänger und 14 Radler in einem Transporter der meiner Meinung nach für maximal 10 gedacht ist. Da kommt man sich doch näher, Einglück ich hatte am morgen noch bei Scott geduscht 🙂
Meine zeit mit Tzu-Hsin war echt genial wir haben eine Fahrradtour zur Mülldeponie gemacht 😉 und eine geniale Super-Bowl Party mit ihrem Mitbewohner gehabt. Ich hatte sie übrigens auf meiner Tour durch die Redwoods kennengelernt und sie hatte mich zu sich eingeladen. Nach dieser tollen zeit zusammen fiel mir der Abschied wie immer schwer, aber es muss ja weitergehen.
Also ab aufs Fahrrad und weiter geht die Tour Richtung San Diego.

… So ich unterbreche hier mal kurz und schreibe dann später den Rest von San Francisco nach San Diego… Es gibt noch einige spannende Stories… Touris, Frauen und Parkranger, still to come 🙂

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9 Antworten zu “Kalifornien Teil 1/2

  1. Pingback: Benamericana Video Episode 13 | pǝnamericana

  2. Hello Ben thinking of you and your travels. It was such a pleasure to have you stay with us inSanta Cruz. May life continue to bring you many great adventures. Kathy, Bob and Casey Ferraro

  3. Hi mein Lieblingssohn,
    sowas liest doch eine MOM gern und ist auch überhaupt nicht neidisch auf das was Du erlebt hast*ich konnte schon immer gut lügen* Nein Du hast es wirklich verdient nachdem ich und auch einige andere Fans von Dir schon längstens das Handtuch geschmissen hätten. Aber das mit dem Verlieren macht mir solangsam Sorgen entweder sind da zu viele Ablenkungen in Form von „Frauen“ oder Du willst Dich dem Lifestyle dort angleichen und nicht zu DEUTSCH aussehen.
    Freue mich auch auf die Bilder um noch mehr zu leiden da es hier zur Zeit nur am schneien ist und Wintersportler voll auf Ihre kosten kommen.
    Eine liebe mütterliche Umarmung von Deiner MOM aus Zeitz

  4. Je wärmer es wird desto mehr Californication 😀

  5. Das sind doch mal gute Nachrichten. Und wenn sich die Vorzeichen bei den Temperaturangaben verändern, sieht die Welt – und natürlich San Francisco – schon viel besser aus. Gibt’s jetzt nicht doch einen kleinen Ansatz zur Fortführung Deines Vorhabens?
    Herzliche Grüße Manfred

    • Nun, das ich die Tour beende liegt ja nicht am Wetter, das ist auch schon angenehmer gewesen als ich in Washington State war. Auch das gute Wetter ändert nichts daran das ich alleine reise.
      Außerdem ist der Rückflug schon gebucht 🙂

  6. Es ist wieder mal schön von dir zu lesen! Bin gespannt auf Teil 2 und die Bilder!

    Greetings Marcus

  7. Jay, klingt echt gut. Schön wieder von dir zu hören! Freue mich schon auf 2/2. 🙂

    Fühl dich gedrückt, Birthe

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